Die Ned Rig

Eine Ned Rig besteht aus einem kleinen Pilzkopf-Jigkopf mit einem kurzen, stumpfen Softbait, der langsam am Grund entlanggeführt wird. Sie ist die Finesse-Montage: eine kleine, leichte, fast bewegungslose Präsentation, die Schwarzbarsch in befischten und klaren Gewässern überlistet, wenn größere Köder verweigert werden. Sie fängt Forellenbarsch und Kleinmaulbarsch gleichermaßen und geht selten leer aus.

Forellenbarsch + KleinmaulbarschKlares, befischtes Wasser, Ufer + Boot
Stellt sich vom Grund auf Seegrund Hauptschnurleichtes Fluoro 3,5–4,5 kg Pilzkopf · Palomar1,5–3,5 g (1/16–1/8 oz) Stumpf-Stick6–8 cm, auftriebsstark Kopf flach an die NaseStick sitzt gerade Hakenspitze freioben
Gerät
BauteilAngabe
Hauptschnur Leichtes Fluorocarbon, 3,5 bis 4,5 kg; oder eine leichte geflochtene Schnur mit Fluorocarbon-Vorfach
Jigkopf Pilzkopf-Jigkopf, 1,5 bis 3,5 g (1/16 bis 1/8 oz): leichter und langsamer im Flachwasser, schwerer in tiefem Wasser oder Wind. Als Faustregel gilt etwa 1,5 m Wassertiefe pro 1/16 oz
Softbait Kurzer, stumpfer Soft-Stickbait, 6 bis 8 cm (2,5 bis 3 Zoll), oft die halbe Länge eines längeren Stick-Wurms. Natürliche Töne (Green Pumpkin, Wassermelone) im klaren Wasser; ein hellerer Schwanz oder eine Chartreuse-Spitze kann helfen

Wofür sie ist

Forellenbarsch und Kleinmaulbarsch in befischten und klaren Gewässern, wenn die Fische alles andere schon gesehen haben. Das ist die Finesse-Montage: klein, leicht und unauffällig, damit sie Bisse provoziert, wenn größere, lautere Köder verweigert werden. Der auftriebsstarke Stumpf-Stick auf einem leichten Pilzkopf stellt sich vom Grund auf und zittert bei der kleinsten Rutenbewegung, eine Präsentation, die Barsche kaum ignorieren können. Sie glänzt in klarem Wasser, an hart befischten Strecken, bei kalten oder hellen Verhältnissen und immer dann, wenn der Biss nachlässt. Sie fängt nicht jeden Tag die größten Fische, bringt aber Stückzahlen – und sie ist die erste Wahl, wenn andere Montagen versagen.

Die Montage auf einen Blick

Von oben nach unten gelesen, so wie sie am Grund steht. Die Hauptschnur (leichtes Fluorocarbon, etwa 3,5 bis 4,5 kg, oder eine leichte geflochtene Schnur mit Fluorocarbon-Vorfach) führt zum Jigkopf. Der Jigkopf ist ein kleiner, pilzförmiger Kopf von 1,5 bis 3,5 g (1/16 bis 1/8 oz), direkt mit einem Palomar-Knoten an die Schnur gebunden. Ein kurzer, stumpfer Softbait von 6 bis 8 cm (ca. 2,5 bis 3 Zoll) wird so auf den Haken gesteckt, dass die flache Rückseite des Pilzkopfes gegen die Nasenpartie des Köders drückt. Die Hakenspitze sitzt offen oben. Das entscheidende Detail: Kopf und Stick sind leicht und auftriebsstark, sodass der Köder sich vom Grund aufstellt und wedelt, statt flach aufzuliegen – das macht ihn zur Finesse-Montage.

So baust du sie

  1. Den Jigkopf anbinden. Den kleinen Pilzkopf-Jigkopf mit einem Palomar-Knoten ans Schnurende binden. Den leichtesten Kopf wählen, mit dem du den Grund noch spüren kannst: etwa 1,5 g (1/16 oz) im Flachwasser, schwerer in tieferem oder windigem Wasser.
  2. Den Stumpf-Stick aufstecken. Die Hakenspitze mittig in die Nasenpartie des kurzen Softbaits einstechen, durchführen und ein kurzes Stück weiter oben herausführen, dann den Köder hochschieben, bis die flache Rückseite des Pilzkopfes gegen die Nase drückt und der Stick gerade sitzt. Die Hakenspitze oben frei lassen. Der Köder sollte sich auf einer losen Schnur vom Grund aufstellen und wegtreiben.

So fischst du sie

Auswerfen, den Köder auf einer losen Schnur vollständig auf den Grund sinken lassen und dabei die Schnur beobachten, denn die leichtesten Bisse kommen oft beim Fallen. Dann möglichst wenig tun. Den Köder mit der Rutenspitze ein paar Zentimeter schleppen, pausieren, ihn sich aufstellen und zittern lassen, dann wieder schleppen. Langsam ist das Prinzip: ein kurzer Zug, eine lange Pause, ein kleines Zucken auf der Stelle und den auftriebsstarken Stick machen lassen. Du kannst ihn auch sanft hopsen oder einfach liegen lassen, wo du Fische gesehen hast. Die Schnur recht locker halten, damit der Köder sich aufstellen und wedeln kann. Bisse sind oft weich, ein Tippen oder ein leichtes Gewicht – Schnur beobachten und bei allem, was sich anders anfühlt, anschlagen. Leicht angeln, langsam angeln und ihm an einem schwierigen Tag vertrauen.

So leicht wie möglich machen. Die Finesse ist das Prinzip – also den leichtesten Kopf nehmen, der den Grund noch erreicht und hält, und wirklich langsam machen. Wenn du Fische siehst, die folgen aber nicht beißen, fischst du es wahrscheinlich zu schnell oder zu schwer.

Wo diese Montage funktioniert

Die Ned Rig hat überall ihren Platz, wo Schwarzbarsch unter Druck stehen oder das Wasser klar ist. Im Atlas wird sie für Kleinmaulbarsch rund um die Inseln und Riffe des Lake Erie in Ohio eingesetzt; auf dem klaren, hart befischten Wasser des Biwa-Sees und des Kawaguchi-Sees in Japan, wo Finesse das Heimspiel ist; und am Alqueva-Stausee in Portugal, wenn die Barsche auf Tauchstation gehen. Jedes neue Gewässer im Atlas, das eine Ned Rig führt, verlinkt auf diese Seite.

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