Der Snellknoten

Der Snellknoten wickelt die Schnur um den Schaft des Hakens, anstatt sie durch das Öhr zu knoten. Die Wicklungen sitzen entlang des Schafts, sodass der Zug genau in einer Linie mit dem Haken liegt – das sorgt für einen kräftigen, sicheren Anhieb beim Köderfischen. Er ist der klassische Knoten für Köderhaken auf Grundmontagen und hält in Mono, Fluorocarbon und geflochtener Schnur.

Knoten Snellknoten Schnur am Hakenschaft für Ködermontagen
1
stehende Schnur Schlaufe hängt unten

Führe das lose Ende der Schnur durch das Öhr des Hakens und lege es zurück entlang des Schafts. Dann führe es erneut auf dieselbe Weise durch das Öhr, sodass es am Schaft anliegt. Lass eine lange Schlaufe unterhalb des Hakens hängen, mit der du wickelst.

2
große Schlaufe, frei zum Wickeln

Jetzt liegt die Schnur entlang des Schafts und eine große Schlaufe hängt unterhalb des Hakens. Halte die Schnur und den Schaft mit einer Hand zusammen und lasse die Schlaufe in der anderen Hand frei, bereit zum Wickeln. Je größer die Schlaufe, desto mehr Wicklungen kannst du machen, bevor sie sich aufbraucht.

3
fünf bis zehn Wicklungen, in Richtung Öhr

Nimm die Schlaufe und wickle sie fünf- bis zehnmal ordentlich um den Schaft und die anliegende Schnur, arbeite dabei in Richtung des Öhrs. Halte die Wicklungen sauber und gleichmäßig, ohne Überlappungen, damit sie sich gleichmäßig setzen. Bei dünnerer Schnur mehr Wicklungen, bei stärkerer Schnur weniger.

4
loses Ende durch die Schlaufe H₂O

Führe das lose Ende von unten durch den Rest der Schlaufe, damit sich die Wicklungen nicht lösen können. Benetze den Knoten. Halte den Haken gut fest, bereit zum Festziehen im nächsten Schritt.

5
Schnur in einer Linie mit dem Schaft

Ziehe die stehende Schnur gleichmäßig, sodass die Wicklungen den Schaft entlanggleiten und fest ans Öhr sitzen und dabei die Schlaufe aufnehmen. Fest anziehen, prüfen ob die Wicklungen ordentlich sitzen und die Schnur den Haken in einer Linie mit dem Schaft verlässt, dann das lose Ende kurz abschneiden.

Fünf Schritte. Jeder entspricht einem Bild im Diagramm oben. Benetze den Knoten vor dem Festziehen.

Was er bindet

Die Schnur wird am Haken befestigt, aber am Schaft statt am Öhr. Statt in das Öhr zu knoten, wickelst du eine Reihe von Wicklungen um den Hakenschaft, sodass die Schnur den Haken in einer Linie mit dem Schaft verlässt. Dieser gerade Zug ist entscheidend: Wenn ein Fisch den Köder nimmt und du anschlägst, treibt die Kraft die Hakenspitze ins Maul, anstatt den Haken zur Seite zu ziehen – das ergibt einen kräftigeren, sichereren Anhieb. Er ist der klassische Knoten für Köderhaken auf Grundmontagen, zum Beispiel für Snapper und Wels, wo ein sauberer Anhieb in einem harten oder zähen Maul den Fisch entscheidet. Er hält in Mono, Fluorocarbon und geflochtener Schnur. Besonders geeignet ist er für Haken mit einem nach oben oder unten gebogenen Öhr, bei denen der gerade Zug optimal wirkt.

Wann du ihn nutzt

Verwende den Snellknoten, wenn du die stärkste, geradlinigste Verbindung zu einem Köderhaken willst – das ist bei den meisten Grund- und Ködermontagen der Fall. Er ist der richtige Knoten für Snapper-Haken, Wels-Haken und viele Grundmontagen, bei denen der Biss kräftig, das Maul zäh ist und ein sauberer Anhieb über Fang oder Fehlbiss entscheidet. Er macht es auch einfach, einen zweiten Snell-Haken oberhalb des ersten hinzuzufügen, da die Schnur den Schaft sauber verlässt. Halte fünf bis zehn Wicklungen, ordentlich und gleichmäßig, und ziehe die stehende Schnur so, dass die Wicklungen fest ans Öhr rutschen. Er ist am besten für Haken mit einem gebogenen Öhr geeignet; bei einem geraden Öhr ist ein Palomar-Knoten einfacher und ebenso stark.

Stärke und Tipps

Richtig gebunden ist der Snellknoten eine sehr starke Verbindung, und sein gerader Zug ist der Grund, warum er beim Köderfischen so gut anschlägt. Zwei Dinge sind entscheidend. Erstens: Halte fünf bis zehn ordentliche Wicklungen in der richtigen Reihenfolge, arbeite in Richtung des Öhrs, bei dünnerer Schnur mehr Wicklungen und bei stärkerer weniger – überlappende oder zu wenige Wicklungen können zum Rutschen führen. Zweitens: Ziehe die stehende Schnur gleichmäßig, sodass die Wicklungen fest den Schaft hochrutschen und sauber am Öhr sitzen. Benetze den Knoten vor dem Festziehen, damit die Wicklungen die Schnur nicht einschnüren. Überprüfe, dass die Schnur den Haken in einer Linie mit dem Schaft verlässt – das ist der eigentliche Sinn des Knotens. Er hält in Mono, Fluorocarbon und geflochtener Schnur und ist am besten für Haken mit einem gebogenen Öhr geeignet. Bei einem geraden Öhr ist ein Palomar-Knoten die einfachere und ebenso starke Wahl.

1Anfeuchten

Feuchte jeden Knoten an, bevor du ihn festziehst. Ein trockener Knoten reibt sich beim Schließen gegen sich selbst, und die Reibungswärme schwächt die Schnur.

2Langsam setzen

Gleichmäßig und langsam festziehen, dann das Ende kurz stehen lassen – ein bis zwei Millimeter – damit es nicht zurückrutschen kann.

3Testen

Den fertigen Knoten kräftig gegen die Hand oder die Rute ziehen, bevor du angelst. Besser er reißt jetzt als beim Anbiss.

Montagen, die ihn nutzen

Der Snellknoten befestigt den Haken auf den Ködermontagen, bei denen ein gerader Zug den saubersten Anhieb liefert. Er schnürt den Haken auf der Inshore-Köder-Montage für Fische wie Snapper am Grund ein und auf der Wels-Montage, wo eine starke, geradlinige Verbindung die Hakenspitze auch in einem zähen Maul sicher treibt. Er ist der Köderhaken-Knoten auf beiden Montagen.

Häufige Fragen